Fassaden: High-Tech-Material zahlt sich aus

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Die textile Membran-Architektur eröffnet Planern und Architekten vollkommen neue Gestaltungsmöglichkeiten, die mit festen Baustoffen so nicht realisierbar wären. Als Material für flexible Fassadenlösungen kommen oft mit PVC beschichtete Membranen zum Einsatz. Wie sich mit diesem Material aufregend moderne Fassaden realisieren lassen, zeigt sich am Beispiel der Musikschule in Erftstadt.

Membranfassade Musikschule Erftstadt

Die Bernd-Alois-Zimmermann-Musikschule in Erftstadt mit ihren zwei L-förmig angeordneten Gebäuden bietet auf drei Etagen zwölf Klassenzimmer für den Musikunterricht sowie einen Konzertsaal für bis zu 250 Personen. Die beiden kubischen Baukörper aus regionaltypischem Backstein verbindet ein vertikaler Glasbau, von dem aus alle Räume zugänglich sind.

Langlebig, nachhaltig und häufig einfach nur schön. Der Hauptkubus erhielt eine bemerkenswerte Vorhangfassade in schimmernder Metalloptik, die den Konzertsaal im Obergeschoss wie ein in Falten gelegter Bühnenvorhang umhüllt. Das glänzende und mit PVC beschichtete Textilgewebe wurde mit etwas Abstand vor der Wärmedämmung des Gebäudes angebracht, die mit einer grünen Membran abgedichtet ist. Abhängig von der Intensität des einfallenden Tageslichts, scheint die farbige Membran mehr oder weniger intensiv durch das vorgehängte Netzgewebe hindurch. Nachts hingegen erstrahlt das beleuchtete Gebäude mit der homogenen Membranfläche in kräftigem Grün.

Durch das Netzgewebe können Konzertbesucher gut hinausschauen. Gleichzeitig dient das leichte Composit-Material als Sonnenschutz, sodass der Wärmeeintrag bei direkter Verschattung um 50 Prozent niedriger liegt: eine nachhaltige Lösung, die den Einsatz energieintensiver Klimageräte reduziert und zur Energieeffizienz des Gebäudes beiträgt. Das langlebige Textilgewebe zeichnet sich während seiner Nutzung durch geringe Schmutzanhaftung und niedrige Unterhaltskosten aus. Die Recycelbarkeit der mit PVC beschichteten Membranen ermöglicht außerdem eine sinnvolle Verwertung der Altmaterialien und damit eine Schonung wertvoller Ressourcen.

Langfristiger Nachhaltigkeitsrahmen für die gesamte Branche. Durch Vinyl Plus, dem Nachhaltigkeitsprogramm der europäischen PVC-Branche, konnten seit dem Jahr 2000 bereits mehr als 5 Millionen Tonnen PVC recycelt und dadurch rund 10 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Mit dieser freiwilligen Selbstverpflichtung hat sich die Branche einen langfristigen Nachhaltigkeitsrahmen für die gesamte PVC-Wertschöpfungskette geschaffen.

www.vinylplus.eu
www.agpu.de

Kennwort: VinylPlus
Fotos: Thorsten Martin / AGPU

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