Nachhaltiges Bauen

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Ressourcen schonen, Energie sparen

Die Regierungsparteien haben sich in ihrem Koalitionsvertrag darauf verständigt, den Klimaschutzplan 2050 mit allen vereinbarten Maßnahmenpaketen und Zielen vollständig umzusetzen. Das große Potenzial zur Verbesserung der Energieeffizienz zeigt sich insbesondere beim Wohnungsbau und bei der energetischen Sanierung von Gebäuden.

Viele Einfamilienhäuser, Wohnungen und öffentliche Gebäude wie Rathäuser, Schulen, Kindergärten oder Turnhallen sind in die Jahre gekommen und müssen dringend saniert werden. Sie dabei auch energetisch auf den neuesten Stand zu bringen ist notwendig. So verbrauchen ältere Häuser bei ihrer Bewirtschaftung in der Regel deutlich mehr Energie als nach modernen Standards errichtete Gebäude. Auch wenn die Sanierungskosten im Vergleich oftmals höher sind, tragen die Verbesserungen maßgeblich dazu bei, die laufenden Kosten zu reduzieren und die Haushalte von Städten und Kommunen dadurch langfristig weiter zu entlasten.

Erhebliche Energieeinsparungen.
Zwei Jahre nach Beginn der energetischen Modernisierung eines Hochhauses im südhessischen Langen wurden alle Maßnahmen in den 105 Wohnungen kürzlich abgeschlossen. Die Baugenossenschaft Langen hat nach eigenen Angaben rund 10 Millionen Euro in die Sanierungsmaßnahmen investiert. Das sei deutlich mehr, als über die Mieten wieder reinkommen werde. Allerdings sei man sich auch der sozialen Verantwortung bewusst. Für die Mieter besonders interessant: Sie können nach der Sanierung bei den Energiekosten ordentlich sparen. Rein rechnerisch werden durch die Modernisierung des Wohnhauses rund 179 Tonnen CO2 im Jahr eingespart, heißt es in einer Pressemitteilung der Baugenossenschaft. Der Vergleich der Verbrauchsabrechnungen vor und nach der Sanierung habe gezeigt, dass die tatsächlichen Energieeinsparungen in der Praxis zwischen 48 und 57 Prozent liegen.

Innovative, sichere und langlebige Bauprodukte aus PVC leisten hierbei einen wichtigen Beitrag. Besonders deutlich wird dies bei modernen Energiesparfenstern aus Kunststoff. Durch ihren Einbau kann der Wärmebedarf eines Gebäudes um bis zu 15 Prozent gesenkt werden. Laut einer aktuellen Studie vom Verband Fenster + Fassade und des Bundesverbands Flachglas gibt es allein in Deutschland im Gebäudebestand noch 17 Millionen Fenstereinheiten mit Einfachglas. Würden diese gegen moderne Kunststofffenster ausgetauscht, könnten allein dadurch rund 1,9 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Besonders hoch ist die Energieeffizienz bei Fenstersystemen nach dem Passivhaus-Standard mit einem Uw-Wert von 0,8 W/m2K oder weniger. Moderne Lüftungssysteme mit integrierter Wärmerückgewinnung sorgen für frische Luft und reduzieren die Raumfeuchtigkeit, ohne dass dabei wertvolle Energie verloren geht. Wichtig ist hierbei auch, dass das Verhalten der Nutzer entsprechend angepasst werden muss, um beispielsweise Schimmelbildung in Räumen zu vermeiden.

Es fehlt nicht mehr viel, bis die PVC-Branche ihr Ziel, die jährliche PVC-Recycling-Menge bis zum Jahr 2020 auf 800.000 Tonnen zu steigern, erreicht hat. Grafik: VinylPlus

Etabliertes Recycling von Bauprodukten.
Zu den umfangreichen Sanierungsmaßnahmen des Wohnhauses in Langen gehörte unter anderem der Austausch von rund 600 Kunststofffenstern durch moderne Energiesparfenster aus PVC. Das ist kein Einzelfall. Deutschlandweit ist die Recycling-Menge bei Altfenstern im Jahr 2017 um 8,2 Prozent auf 32.161 Tonnen gestiegen, und die Recycling-Quote liegt damit bei fast 89 Prozent. Auch andere PVC-Bauprodukte werden hierzulande erfolgreich wiederverwertet, wie zum Beispiel Rohre, Kabelisolierungen, Bodenbeläge sowie Dach- und Dichtungsbahnen. Dafür hat die Branche seit Anfang der 1990er-Jahre eine Reihe von Lösungen entwickelt, die heute fest im Markt etabliert sind.

Lösungsansätze für nachhaltiges Bauen.
Auch auf europäischer Ebene unternimmt die Industrie seit Jahren große Anstrengungen, um die Herausforderungen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu meistern. So wurde im Jahr 2016 europaweit eine Menge von rund 570.000 Tonnen PVC vorwiegend aus dem Baubereich im Rahmen von VinylPlus recycelt. Damit nähert sich das Nachhaltigkeitsprogramm der europäischen PVC-Branche seinem Ziel, die jährliche PVC-Recycling-Menge bis zum Jahr 2020 auf 800.000 Tonnen zu steigern. Es gibt viele Lösungsansätze für nachhaltiges Bauen. Zu ihnen gehört nicht nur die Entwicklung innovativer Produkte mit einem neuen Rohstoffmix und veränderten Materialeigenschaften, sondern auch der sparsame Verbrauch an Ressourcen und Energie. Aber auch eine größere Vielfalt an Produkten aus PVC-Rezyklat ist denkbar, damit das Material wieder in langlebigen neuen Bauanwendungen zum Einsatz kommt. Mittelfristig können so noch mehr Baustoffe in den Materialkreislauf zurückgeführt werden.

Neues Nachhaltigkeitszeichen.
Mit dem VinylPlus-Produktlabel wurde im März auf der Fensterbau Frontal auch erstmals das neue Nachhaltigkeitszeichen für Kunststofffenstersysteme vorgestellt. Das Produktlabel, das von VinylPlus in Zusammenarbeit mit den anerkannten Organisationen Building Research Establishment und The Natural Step entwickelt wurde, ergänzt bereits etablierte Qualitätssiegel und bietet Architekten und Bauentscheidern nun eine weitere Entscheidungshilfe für die nachhaltige Beschaffung.

Die AGPU ist nationaler Partner von VinylPlus und engagiert sich in Deutschland seit 30 Jahren mit ihren Mitgliedsunternehmen für eine nachhaltige Entwicklung des Werkstoffs in der gesamten Wertschöpfungskette. „Wenn Sie mehr Informationen zu PVC-Produkten, dem neuen VinylPlus-Produktlabel oder zu den Aktivitäten der Branche erhalten möchten, sprechen Sie uns bitte an“, bietet die AGPU weitere Infos für Interessierte an.

Kennwort: AGPU
www.agpu.com
www.vinylplus.eu

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