Ausgabe 7/8

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Nürnberg: Der Treff
der grünen Branche – und der Kommunen!

Im Frühherbst 2018 trifft sich die Galabau-Branche einmal mehr in Nürnberg. Und die Tage vom 12. bis 15. September müssten auch ein Pflichttermin für die fürs städtische Grün Verantwortlichen sein. Um neue Ideen und Anregungen zu bekommen, um zu erleben, was so alles machbar ist. Denn Fakt ist: Viele Städte ächzen schon jetzt an vielen Tagen unter untragbaren klimatischen Bedingungen, unter Feinstaub und unter Stickoxid-Belastung – nicht nur die Talkesselstadt Stuttgart, wo demnächst sogar Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge drohen, lässt schön grüßen. Und nicht nur dort kommt es auf jedes grünes Fleckchen an!
Der Garten- und Landschaftsbau hat in den vergangenen Jahren nicht von ungefähr einen Boom sondergleichen erfahren. Weil sich nicht nur bei Privatleuten und Unternehmen, sondern auch in den Kommunen die Erfahrung durchgesetzt hat, dass mehr Grün nicht nur schön fürs Auge ist, sondern auch zu einem deutlich besseren Klima beiträgt. Was die Begrüner von Dächern und Fassaden seit einigen Jahren beispielhaft vormachen, wird verstärkt nun auch auf dem Boden durchgezogen.

Und da ist der Galabau mitten im Spiel. Insbesondere dann, wenn einst bebaute Flächen wieder renaturiert werden. Ein schönes Beispiel kommt aus eben jener baden-württembergischen Landeshauptstadt. Als die Messe vor stark einem Jahrzehnt vom Killesberg zum Flughafen auf die Filder umzog, gab es anstelle der alten Messehallen zwar auch Wohnungsbau, aber ein Großteil der Fläche wurde dem Killesberg-Park zugeschlagen und sehr kreativ als grüne Landschaft gestaltet. Ähnliches wird in Stuttgart auch dann passieren, wenn erst einmal die Züge durch den unterirdischen Bahnhof sausen und die oberirdischen Gleisanlagen abgebaut werden können.

Weit über 100 Hektar Fläche ist dann von Gleisen, Schotter und reichlich Beton leergeräumt. Auch hier ist zwar zu einem gewissen Teil (für Stuttgart so wichtiger) Wohnungsbau geplant, aber auch viel zusätzliches Grün im Bereich von Schlossgarten und Rosensteinpark. Beim Umzug der Messe waren und nach der Tieferlegung des Bahnhofs sind nicht zuletzt auch die Galabau-Betriebe gefragt. Mit ihrem Know-how, mit ihren Ideen, mit ihren Fuhr- und Maschinenparks und mit ihren geschulten Mitarbeitern bieten sie viel Kompetenz. Und das natürlich nicht nur bei Renaturierungsprojekten, sondern auch bei der Neugestaltung von Außenanlagen, sei es um eine Wohnanlage herum oder bei der Schaffung von Parkanlagen.

Zwar ist die Messe Galabau in Nürnberg in erster Linie einmal ein Treff der grünen Branche, um sich über neue Maschinen, Gerätschaften und Verfahren auszutauschen. Aber die Messe ist mindestens genauso gut für Verantwortliche aus Städten und Gemeinden geeignet, um sich ein Bild von den Möglichkeiten zu machen. Die Erfahrungen könnten dann in Flächennutzungspläne einfließen, in Bauvorgaben und in andere Entscheidungsprozesse, die für mehr Grün in der Stadt sorgen können.

Deshalb beschäftigt sich die jetzt vorliegende Ausgabe des Magazins Kommunaler Beschaffungs-Dienst über viele, viele Seiten hinweg mit der Messe Galabau sowie, als logische Konsequenz, der (grünen) urbanen Gestaltung in einem ausführlichen Schwerpunkt. Die Redaktion lädt alle Leserinnen und Leser dazu ein, sich ein eigenes Bild von neuen Geräten und Verfahrensweisen, von Ideen und Visionen zu machen. Und wenn es der Redaktion gelungen ist, verantwortlichen Behördenvertretern eine „Dienstreise“ nach Nürnberg schmackhaft zu machen – umso besser!

Mit herzlichen Grüßen aus München!
Florian Peter
Chefredakteur

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