Ausgabe 12 2017

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„Mobil in der Stadt“ Autofahrer sind meist unzufrieden

Mobiliät ist ein Grundbedürfnis des Menschen und für die soziale und wirtschaftliche Teilhabe  unverzichtbar. Die Erreichbarkeit der Städte und die Qualität der urbanen Mobilität gelten als  wichtige Standortfaktoren für Wachstum, Beschäftigung und Lebensqualität. Wie zufrieden die Einwohner, Einpendler und Besucher der 15 größten Städte in Deutschland mit ihrer persönlichen Mobilitätssituation sind, hat nun der ADAC in Zusammenarbeit mit dem Münchner Marktforschungsinstitut Komma Forschungs- und Beratungsgesellschaft mbH in der bislang größten bewertenden Studie der wichtigsten privat genutzten Verkehrsträger untersucht. Erhoben
wurde die Zufriedenheit der Autofahrer, Kunden des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), Fahrradfahrer und Fußgänger ab 18 Jahren, die sich in der jeweiligen Stadt an mindestens zwei
Tagen in der Woche bewegen, sei es als Einwohner oder als Einpendler beziehungsweise Besucher.

Über alle Städte hinweg ist die Zufriedenheit mit der Fortbewegung zu Fuß und mit dem ÖPNV am höchsten. Nicht ganz so hoch fällt die Zufriedenheit bei Radfahrern aus, während Autofahrer in allen Städten im Vergleich am unzufriedensten mit ihrer persönlichen Mobilitätssituation sind. Besonders
auffällig ist die fast durchgehend negative Beurteilung des Verhaltens von Radfahrern durch Autofahrer und Fußgänger. Auch untereinander ist ebenso jeder vierte Radfahrer unzufrieden mit dem Verhalten anderer Radfahrer. Umgekehrt ist ebenso ein Viertel der Radfahrer mit dem Verhalten der Autofahrer unzufrieden.

Stadtbewohner beurteilen ihre Mobilität häufig anders als Einpendler oder Besucher. Gleiches gilt für jüngere und ältere Verkehrsteilnehmer, die viele Aspekte ihrer Mobilität zum Teil diametral anders beurteilen. Dabei fallen die Bewertungen der unter 30-Jährigen in der Regel viel positiver aus als die der älteren Befragten.

Die Ergebnisse des Monitors bestätigen auch eine hohe Intensität an Ein pendler/Besucher-Mobilität: Die drei Großstädte mit den höchsten Einpendler-/Besucherquoten sind Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf.
Die beiden Städte, die über alle vier Fortbewegungsarten hinweg am besten überzeugen können, sind Dresden und Leipzig, gefolgt mit einigem Abstand von Hannover, Bremen und München. Dabei ist vor allem die Rolle von Dresden als klare Benchmark beim ÖPNV hervorzuheben. Am wenigsten zufrieden mit ihrer
persönlichen Mobilitätssituation sind die Nutzer in Köln und Duisburg, nur wenig besser stehen Berlin und Stuttgart da.

Auch wenn Stuttgart, wo bekanntlich der Kommunale Beschaffungs-Dienst erscheint, in der Erhebung nicht sonderlich gut abschneidet und mit dem Milliarden-Euro-Bahnprojekt Stuttgart 21, Feinstaubalarm und der schmutzigsten Kreuzung Deutschlands, nämlich am Neckartor, immer für negative Schlagzeilen gut ist, so
ist Stuttgart beileibe nicht Kaputtgart. Eine trotz alledem sehr lebenswerte Stadt mit liebenswerten Leuten und mit sehr vielen schönen Ecken. Zum Beispiel der Schlossplatz, wo bis hin zum Marktplatz beim Rathaus aktuell einer der schönsten und größten Weihnachtsmärkte der Republik stattfindet.

Machen Sie sich selbst ein Bild von Stuttgart, vielleicht gerade jetzt in der Adventszeit. Ich wünsche Ihnen viel Spaß, ein geruhsames und friedliches Weihnachtsfest sowie einen guten und erfolgreichen Start ins Jahr 2018.

Mit herzlichen Grüßen aus Stuttgart!
Florian Peter, Redakteur

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