Fernwärmenetz: Da wird was eingefädelt

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Mitten in der historischen Altstadt von Nordhausen/Thüringen in der Nähe des Doms befindet sich das St.-Josef-Haus der Caritas. Das Haus und auch das auf der anderen Straßenseite befindliche Caritas-Gebäude sollen an das Fernwärmenetz der EVN Nordhausen angeschlossen werden.

Altstadttypische Gegebenheiten wie verhältnismäßig enge Straßen, kreuzende Gas-, Wasser-, Abwasser- und Stromleitungen bedeuten wenig Platz für die Verlegung von Fernwärmerohren. Zudem soll die Gewerbetätigkeit der in der Altstadt ansässigen Einzelhandelsgeschäfte und gastronomischen Betriebe so wenig und so kurz wie möglich eingeschränkt werden. Die Verlegung des klassischen Kunststoffmantelrohrs erfordert Platz für einen entsprechenden Rohrgraben. Er muss ausreichend dimensioniert sein, um U-Dehnungsbögen oder Z-Versprünge einbauen zu können und genug Platz für Kopflöcher zur Herstellung von Schweißnähten sowie die Nachisolierung von Muffen haben.

In der historischen Altstadt von Nordhausen in Thüringen wurde ganz flexibel ein neues Fernheizkabel verlegt.

Das Verschweißen der Bauteile, das Nachisolieren der Muffen und das Polstern der Rohrleitung erfordert außerdem viel Zeit und Koordination. Flexwell-Fernheizkabel, das flexible Stahlmantelrohr, ist selbstkompensierend und diffusionsdicht. Es wird in baustellengerechten Längen geliefert und ohne zusätzliche Verbindungsstellen im Erdreich verlegt. Kurzum: ideale Eigenschaften, wenn wenig Platz und Zeit zur Verfügung stehen.

So wurden in eineinhalb Tagen zweimal 156 Meter Flexwell-Fernheizkabel 98/171, DN 80 verlegt. Durch die in der Trassenmitte kreuzende Gasleitung, ein Wasserrohr und eine Stromleitung wurde das Fernheizkabel dabei regelrecht hindurchgefädelt. Aufwendige zusätzliche Tiefbaumaßnahmen waren dafür nicht notwendig.

Kennwort: Brugg

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